Geschichte der Burg

Die Geschichte der alten Warberger Herrschaft lässt sich mit Sicherheit bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Edlen von Warberg besaßen ein Sonnenlehen, das sie keinem Kaiser und keinem Fürsten verdankten, es war ihr persönlicher Besitz.

Heute ist die Burg, eine intakte, sehr gut erhaltene Anlage, die ihresgleichen sucht. Sie ist Treffpunkt interessanter Menschen und beherbergt in ihren Mauern die Bundeslehranstalt Burg Warberg e. V., eine private Landhandelsschule

Einziger seit langer Zeit nicht genutzter Teil dieser Anlage sind das alte Herrenhaus (Palas) und der Turm, die zusammen als Oberburg bezeichnet werden. Dank modernster Technik ist es heute möglich, die alte Bausubstanz zu erhalten und die Oberburg sinnvoll in die bestehende Burganlage einzugliedern.

Mehr Informationen über die Burg erhalten Sie auch in unserem neu erschienenen Kunstführer über die Burg Warberg.

 

  • 1199 König Philipp, Gegenkönig von Otto IV aus dem welfischen Haus und Sohn Heinrichs des Löwen, feierte mit großer Pracht das Weihnachtsfest in Magdeburg

     

  • 1199 Erzbischof Ludolf von Magdeburg zerstört in der Silvesternacht die Burg Warberg im Elm

     

  • 1200 In den ersten Jahrzehnten Bau der heutigen Burg Warberg

     

  • 1356 Die Burg wird von einem Heer des Erzbischofs von Magdeburg belagert und zerstört. Anschließend erneuter Aufbau der Burg

     

  • 1366 Unter Hermann von Warberg, Herrenmeister des Johanniterordens, erreicht das Geschlecht seine größte Bedeutung

     

  • 13. bis 15. Jahrh.
    -Reichsunmittelbarkeit;
    -Zusätzlicher Besitz in 250 Dörfern;
    -Hohe und niedere Gerichtsbarkeit auf der Burg;
    -Lehensträger von mehreren Gütern und des Ludgeri-Klosters zu Helmstedt;
    -Warberger Namen finden sich unter den Hochmeister im Johanniterorden, Räte und Richter der Braunschweiger Herzöge, Landeskomturen von Süpplingenburg, Bischöfe von Halberstadt, Äbte von Werden, Domherren zu Magdeburg, Dekane von Hildesheim, Äbtissinnen von Gandersheim

     

  • 16. Jahrh. Bau des Herrenhauses um den Burgfried

     

  • 1530 Das Verhältnis zum Herzog verschlechtert sich. Mit anderen Adeligen wird Christoph von Warberg in einen Prozess verwickelt

     

  • 1533 Heinrich von Warberg nimmt 2 weitere Felder mit dem Johanniterkreuz in das Wappen auf. Ursprüngliches Wappen: Wurzelstock mit 2 aufwärts gerichteten Blättern

     

  • 1568 In einem Vertrag mit den Herzögen wird die Niederlage nach langen Prozessen festgeschrieben. Sie nehmen ihre Herrschaft gegen Zahlung von 15.000 Thalern von den Herzögen zu Lehen

     

  • 1570 Die Reichsunmittelbarkeit geht verloren

     

  • 1577 Die Warberger müssen 10.000 Gulden beim Herzog leihen und verpfänden dafür ihre wichtigsten Einnahmequellen, den Zehnten, die sie als Halberstädtisches Lehen hatten

     

  • 1580 Es werden weitere Rechte an die Herzöge verpfändet, um ein neues Darlehen von 6.000 Thalern zu erhalten

     

  • 1620 Man sieht sich gezwungen, für 2.000 Thaler Schmuck zu verkaufen. In diesem Jahr geht die Burg in den Besitz der Braunschweiger Herzöge über

     

  • 1650 Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel zieht Warberg als erledigtes Lehen ein

     

  • 1654 Zeichnung von Merian "Merian-Stich"

     

  • 1654 Tod Heinrich Julius in Halberstadt. Er war der letzte aus dem Geschlecht der Edlen von Warberg

     

  • 1659 Ab dieser Zeit werden Burg und Domäne von fürstlichen Amtmännern verwaltet

     

  • 1807 Bis zu diesem Zeitpunkt war die Burg Sitz des Amtes Warberg, zu dem die Dörfer Frellstedt, Räbke, Warberg und Wolsdorf gehörten

     

  • 1936 Aus der Domäne mit 572 ha entstehen durch Auf- und Neusiedlung 15 neue Bauernhöfe

     

  • 1937 Gründungsversammlung des Schulvereins am 11.11. in Berlin

     

  • 1938 Burg und Restgut werden vom Schulverein Reichs-Landhandelsschule erworben, Beschluß am 13.5. - der Schulverein hat 5.500 Mitglieder

     

  • 1938/42 Umbau der Burg durch den Schulverein / Wander-lehrgänge

     

  • 1942/45 Die Burg wird als Lazarett der Wehrmacht gebraucht

     

  • 1948/55 TB-Krankenhaus des Landkreises Helmstedt

     

  • 1948/52 Wanderlehrgänge des Schulvereins

     

  • 1955 Die Geschäftsstelle wird nach Warberg verlegt, 1.250 Mitglieder

     

  • 1955 Ausbildungsstätte der Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V. - Beginn der Lehrgangstätigkeit

     

  • 1962 Ausgrabung der Burg Warberg im Elm, Leitung Dr. A. Schultz

     

  • 1974 Gründung des "Betriebswirtschaftlicher Arbeitskreis im Landhandel e.V." BAL

     

  • 1981 Bau der Strohheizungsanlage

     

  • 1984/85 Bau der Siloanlage u. Getreidetrocknung auf dem Hof

     

  • 1984/85 Die ersten Computer kommen in die alte Burg

     

  • 1986 Im Burghof wird das Wappen der Warberger angebracht, von einem Schüler der Steinmetzschule Königslutter entworfen und gehauen

     

  • 1988 13.05. - 50 Jahre Bundeslehranstalt Burg Warberg

     

  • 1989 Die Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V. und Herr Grabenhorst werden mit der Verleihung des "Josephs Thaler" durch den Zentralverband in Bonn geehrt.

     

  • 1991 Umgestaltung und Pflasterung des Burghofes
    Computergesteuerte Fütterungsanlage im Schweinestall

     

  • 1993 Geschäftsführer: Dipl.Ing.agr. Peter Link
    Gründung "Förderverein Warenterminbörse e.V."

     

  • 1994 Beginn mit dem Aufbau von Qualitätsmanagement Systemen nach ISO 9000
    1. Handeslfachwirtlehrgang
  • 1996 1. Getreidehandelstag in Warberg

     

  • 1997 Einführung von GPS auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Burg Warberg
    1. Gentechnikversuche

     

  • 1998 1. Bilanzbuchhalterlehrgang
    Gründung "Freundeskreis Burg Warberg e.V."

     

  • 1999 Beginn der Sicherungsarbeiten an der Oberburg - Ringanker
    1. Saatguthandelstag in Warberg

     

  • 2000 Sanierung und Erhöhung des Burgturmes

     

  • 2001 Hissen der Warberger Fahne auf dem Turm der Oberburg
    Bau Versorgungsgang zwischen Küche und Oberburg
    Einbau der Fenster in der Oberburg
    1. Schweinehandelstag in Warberg

     

  • 2002 Sanierung der Aussenanlagen
    1. Sängerfest auf Burg Warberg (mit 4000 Gästen)
    1. Futtermittelhandelstag

     

  • 2003 Verlegung des historischen Terra-Cotta Bodens in der Oberburg
    Haushaltsklausurtagung der niedersächsischen Landesregierung

     

  • 2004 Einweihung in einem ökumenischen Gottesdienst und anschl. Eröffnung der sanierten Oberburg der Burg Warberg durch Ministerpräsident Christian Wulff
    Bund-Länderkonferenz der Agrarminister (Agrarministerkonferenz)

     

  • 2005 Sanierungsarbeiten in der Unterburg (Kartoffelkeller, Seminarräume Lappwald und Elz)